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Ist der Coburger Convent als solcher ein politischer Verband?

Ja und nein.

Ja: Nach dem Krieg wurde der CC als politisch definiert, und zwar in dem Sinne, daß er die Wiederherstellung der deutschen Einheit anstrebt. Nach der Verwirklichung dieses Ziels sieht sich der CC heute, wie zuvor auch schon, als politisch in dem Sinne, daß man dem jungen Studenten das menschliche und charakterliche Handwerkszeug an die Hand geben will, um sich in Politik und Gesellschaft zu engagieren.

Darüber hinaus verpflichtet der Coburger Convent seine Mitglieder, die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu achten und im Rahmen der persönlichen Möglichkeiten und Einstellungen zu verteidigen. Dem einzelnen Mitglied wird dabei jedoch in keiner Weise vorgeschrieben, auf welchem Wege dies zu geschehen hat.

Nein: Die Verbindungen des Coburger Convents machen ihren Mitgliedern grundsätzlich keine Vorschriften hinsichtlich parteipolitischer Betätigung und ihrer Zielrichtung. Ob sich jemand als links, rechts oder liberal definiert, ist für den Coburger Convent ohne jede Bedeutung. Eine Einschränkung gibt es nur insofern, als extremistische Anschauungen mit einer Mitgliedschaft im Coburger Convent unvereinbar sind.

Die Verbindungen des Coburger Convents beschränken sich auf die neutrale, umfassende Information der Mitglieder und fördern und regen die eigenverantwortliche Willensbildung des einzelnen an. Das in den Verbindungen des CC herrschende Toleranzgebot läßt eine einseitige Darstellung oder parteipolitische Vereinnahmung nicht zu.

Ein Zeichen für die in den Verbindungen des CC gelebte Toleranz ist die Mitgliedschaft zahlreicher Studenten und Alten Herren nichtdeutscher Abstammung und Staatsangehörigkeit, verschiedener Religionszugehörigkeit und unterschiedlichster Parteien.