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Was ist ein Schmiß?

Das ist ein studentischer Ausdruck für eine beim Mensurfechten erhaltene Verletzung und die daraus resultierende Narbe.

Bei der Mensur wird, wie Du nach der Lektüre dieser Seiten vielleicht schon weißt, mit scharfen Waffen gefochten; es ist reines Hiebfechten, d. h. es wird nicht gestochen; der Abstand der Fechter bleibt während der Mensur unverändert; Trefferfläche ist der Kopf.

Der Rest des Körpers bis zum Hals einschließlich ist gegen Verletzungen uneingeschränkt geschützt.
Der Kopf hingegen ist lediglich geschützt durch eine vergitterte Röhrenbrille mit Nasenblech, meist mit Ohrenleder. Der nicht geschützte Bereich des Kopfes kann also von der Klinge des Gegenpaukanten getroffen werden; natürlich mit der Einschränkung, welche Hiebe nach den Vorschriften des jeweiligen Hochschulortes erlaubt sind. Hiebe auf die rechte Wange und von unten auf das Kinn sind beispielsweise überall verboten, weil man die nicht decken kann.

Der Schmiß ist übrigens heutzutage allenfalls noch ein kosmetisches Problem; funktionelle Störungen muß heute niemand mehr befürchten.

Und wenn man einen Schmiß hat?

Dann hat man einen.