Wie laufen Admission und Rezeption ab? Was passiert da? Und bitte keine Antwort, es gäbe keine allgemein gültigen Regeln. Schreib mir einfach ein Beispiel.
Noch vor der Admission ist die Akzeption: Der Bewerber bekommt dabei das zweifarbige Fuchsenband verliehen und ist dann Spefuchs. Die Verleihung erfolgt in der Regel durch den Erstchargierten, er hält eine kurze Rede zu der Person des Neuen, legt ihm das Band um, und die Bundesbrüder singen die Farbenstrophe.
Die Admission geschieht auf der Mitgliederversammlung, dem Convent. Der Spefuchs wird vom Sitzungsleiter, dem Erstchargierten, gefragt, ob er der Verbindung weiterhin angehören möchte. Wenn er dies bejaht, folgt eine Personaldiskussion über den Bewerber, der währenddessen nicht anwesend ist. Zum gegebenen Zeitpunkt erfolgt die Abstimmung. Es muß eine hohe qualifizierte Mehrheit oder sogar Einstimmigkeit erreicht werden. Gegenstimmen müssen begründet werden. (Was allerdings nach der erfolgten Personaldiskussion nichts Neues zutage fördern dürfte.) Wurde der Admission zugestimmt, wird der Spefuchs hereingerufen, und vom Erstchargierten per Handschlag auf die Aktivenpflichten, die Satzungen und Ordnungen verpflichtet. Er ist dann aktiver Fuchs.
Ob die Admission erfolgt oder nicht, wird vor allem an der Frage festgemacht, ob der Bewerber Grund zur Hoffnung bietet, daß er den Anforderungen der Verbindung zumindest in der Zukunft genügen wird.
Rezeption: Nach der ersten Mensur wird der Fuchs vom Convent zur Burschenprüfung zugelassen. Mit dem Bestehen der Burschenprüfung ist der Weg zur Rezeption frei. Die Rezeption erfolgt auf einer Kneipe oder einem Kommers.
Am Kopfende der Kneiptafel ist ein Tisch aufgebaut: zwei gekreuzte Schläger (unsere Fechtwaffen), darauf liegt das dreifarbige Burschenband. Der Kneipleiter, der Erstchargierte, hält eine Rede. Der Fuchs wird vom Kneipleiter gefragt, ob er der Verbindung endgültig angehören will, der Fuchs spricht den »Rezeptionseid«, ihm wird das dreifarbige Band umgelegt. Die Bundesbrüder singen die Farbenstrophe. Anschließend wird er vom Fuchsmajor (dem Betreuer der Füchse) jedem Anwesenden vorgestellt. Es ist ein sehr feierliches Ritual.


