Interner Bereich

Willkommen › Aktuelles › 

27.02.2010

Der Ball des WKR 2010

Jedes Jahr im Jänner, wie man in Österreich zu sagen pflegt, findet in den altehrwürdigen Sälen der Wiener Hofburg der Ball des Wiener Korporationsringes statt.
Der Wiener Korporationsring wurde 1952 gegründet und veranstaltet seit diesem Jahr einen Ball, seit 1987 in den Sälen der Hofburg. Die Veranstaltung wird regelmäßig von massiven Protesten und Störaktionen linksautonomer und schlicht auf Krawall und Randale abzielender Gruppen getroffen. Die Aktionen gingen dieses Jahr soweit, dass in der Woche vor dem Ball die bekannte Wiener Tanzschule Elmayer mit Brandsätzen angegriffen wurde. Die dadurch ausgelösten Sicherheitsvorkehrungen der Polizei konnten rund zweitausend Besucher aber nicht davon abbringen, den Ball zu besuchen, der sich in diesem Jahr unter das Motto "Studieren in Leoben" gestellt hatte und so die von der Schließung bedrohte, kleine aber renommierte Montanuniversität Leoben unterstützen wollte.
Neben den Verbandsbrüdern aus Wien hatten sich viele Gruppen aus diversen Verbandskorporationen und VACCs aus Deutschland, von Hamburg bis Freiburg auf den Weg in die alte Kaiserstadt gemacht, um dort eine rauschende Ballnacht zu feiern.

Für den interessierten Verbandsbruder kann diese Veranstaltung nur empfohlen werden - sei es mit einer kleinen Gruppe oder aber auch mit einer großen Anzahl Alter Herren. Ein Besuch dieses Balls, der in seiner festlichen und feierlichen Stimmung wohl einmalig in der Korporationslandschaft ist, lohnt auf jeden Fall! Und spätestens, wenn morgens um fünf mehrere Hundert der Ballbesucher noch im Festsaal zusammen stehen und gemeinsam den Ball mit dem Lied "Oh alte Burschenherrlichkeit" ausklingen lassen, spätestens dann sind sich die Anwesenden sicher, auch im folgenden Jahr wieder am letzten Januarwochenende nach Wien zu reisen.
Neben dem Ballvergnügen gab es natürlich auch einiges zu sehen und zu erleben in Wien. So flogen zum Beispiel Aktive und Alte Herren der Landsmannschaft Neoborussia Freiburg mit ihren Damen nach Wien und genossen Kultur und das Flair der romantischen Hauptstadt Österreichs. Aus Baden-Baden, London, Frankfurt, Hamburg, Berlin und Basel waren Neupreußen und ihre Damen angereist, um in Frack oder Smoking auf dem Ball zu tanzen und zu defilieren. Dass sie an den Folgetagen trotz der durchtanzten Nacht auch vieles von Wien sahen - sei es bei einem "großen Braunen" im Cafe Hawelka, sei es im Kunstmuseum oder beim Bummel durch die Altstadt oder auch auf der Kneipe ihrer Freunschaftsbrüder Cimbriae Wien - versteht sich von selbst.

David Ermes (Saxo-Suevia, Neoborussia)

16.12.2009

Bologna-Prozess

Aktiv Werden nicht trotz, sondern wegen Bachelor und Master!

Der Fehlstart bei den neuen Bachelor- und Master-Studiengängen beschäftigt auch den Coburger Convent und seine Bünde. Das Aufbegehren der Studentenschaft gegen überfrachtete Studiengänge, ein Übermaß an administrativer Steuerung, ständiger Prüfungsdruck und die Angst, die Bedingungen für den Master-Studiengang nicht zu erreichen, haben bei den Verantwortlichen in der Politik und an den Hochschulen erste Aufmerksamkeit und Reformbereitschaft hervorgerufen. Ob der notwendige politische Wille zu Veränderungen vorhanden ist, wird sich zeigen.
In unseren Bünden wird viel darüber nachgedacht, ob Leistungsdruck, verschärfte Studienbedingungen und mangelnde Freizeit Studenten davon abhalten, in unseren Bünden aktiv zu werden.
Wir halten dem unsere Gemeinschaft, unsere Werte, Bildung und das Erlangen praktischer Fertigkeiten für den Umgang mit Menschen im Beruf und Privatleben entgegen.

Das Bachelorstudium verlangt nach strengen Regeln den Erwerb von Schlüsselqualifikationen (Softskills). Hierzu sind dann vor allem hochschuleigene Seminare zum Erwerb von Creditpoints zu belegen, unter anderem zu Themen wie Rhetorik, Kommunikation, Zeitmanagement. Der administrative Zwang erreicht zwar, dass mechanisch gewisse Feretigkeiten erlernt werden. Wenn die Creditpoints gutgeschrieben sind, geht es weiter mit dem Punktesammeln.
Wer in einer Studentenverbindung aktiv ist, wird die Möglichkeit haben, diese Schlüsselqualifikationen täglich praktisch zu erproben. Er wird lernen zu gestalten, in unserem demokratischen Gefüge seine Meinung zu vertreten, sich fair durchzusetzen und Verantwortung zu tragen. So wird er seine Fähigkeiten und Stärken und damit sich selbst kennenlernen. Und er lernt, sich aus eigenem Antrieb zu entwickeln. Man kann diese Fähigkeiten Softskills nennen - und sie bürokratische verordnen.
Wir nennen das Persönlichkeitsbildung.
Korporationen bieten dazu alle Voraussetzungen. In der Gemeinschaft von Gleichgesinnten, die sich lebenslanger Freundschaft verschrieben haben, ist es möglich, der Anonymität des Hochschulbetriebs zu entkommen. Hier kann man den Leistungsdruck mit Freunden teilen, sich helfen lassen und helfen - ein sicheres Netz, auf das man sich verlassen kann. Hier lernt man, dass Verantwortung und gemeinsames Gestalten Freude macht und dazu noch das Studium und das Leben bereichern.
Der Coburger Convent besitzt eine eigene Bildungseinrichtung - die CC-Akademie.
Hier werden Seminare und Bildungsveranstaltungen organisiert und angeboten, die unseren Mitgliedern und Gästen offen stehen:
                                             - www.cc-akademie.de -
Seminare zu den oben genannten Themen wie Rhetorik, Zeitmanagement usw. stehen auch dem Programm der CC-Akademie. Für die Teilnahme an diesen Seminaren Creditpoints zu vergeben, scheitert vorerst an dem unglaublichen bürokratischen und finanziellen Aufwand für entsprechende Zertifizierungen. Der Coburger Convent wird aber die Entwicklung der "Reform" des Bologna-Prozesses verfolgen müssen. Wenn die an jeder einzelnen Hochschule anders gestalteten Zwänge gelockert werden sollten, lohnt es sich, zu diesem Thema weiter zu arbeiten.
Unser Anliegen ist es, die Qualität und damit die Attraktivität der CC-Akademie weiter zu steigern. Seminare für Berufseinsteiger, Seminare zu Benimm und gesellschaftlichem Umgang, aber auch Veranstaltungen und Seminare zu philosophischen, historischen, politischen und gesellschaftlichen Themen sollen unseren Anspruch auf Bildung unterstreichen.

Bildung bereichert die Persönlichkeit,
Bildung lohnt sich,
im Studium, im Beruf, aber auch im Privaten - in der Familie, bei der Erziehung der Kinder, im persönlichen Umfeld, im Ehrenamt.

Wir alle werden die anstehende Entwicklung des Bologna-Prozesses weiter beobachten müssen. Ziel der Coburger Convent muss es sein, im hochschulpolitischen Raum präsent zu sein und uns als aktiver und lebendiger Bestandteil des Hochschullebens zu präsentieren.
Die Bünde des Coburger Convent werden den stressgeplagten Studenten weiter offensiv ihre Perspektive der Lebensführung und des "Studentseins" anbieten.

Dr. Heinz Weiß
Landsmannschaft Borussia i. CC Stuttgart

07.08.2009

Ergebnislisten Pfingstsportfest Coburg 2009

Unter dem folgenden Link finden Sie die Ergebnislisten des Pfingstsportfestes in Coburg 2009:

Ergebnislisten 2009 als PDF

10.08.2009

Pfingstkongresse im Internet-TV Coburg

Das internet-TV Coburg hat mehrere Film-Berichte über CC-Pfingstkongresse erstellt. 
Den Link zum internet-TV Coburg findet man unter "Links/Coburg". Dort bitte unter "...suchen" Coburger Convent eingeben und die Suche starten.
Sehr interessant: dort ist auch ein Film vom Pfingstkongress im Jahre 1954 abgelegt. (js)

04.04.2009

Das alte Deutschland

Hier

http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=195918

sind zahlreiche sehr schöne Ansichten unserer Universitätsstädte zu sehen, bevor sie vom Krieg zerstört worden. Der eine oder andere Verbandsbruder mag sich noch erinnern...(rfg)

20.03.2009

Was diese Rubrik (auch) leisten soll

Die Rubrik "Aktuelles" dient nicht nur als Informationsbörse,  sondern auch als Spiegel des alltäglichen Geschehens in unserem Land und an unseren Hochschulorten. Neben einer Gruppe von Stamm-Autoren ist jeder Verbandsbruder, ob jung oder alt, dazu eingeladen, zufällige Beobachtungen, kurze Anekdoten oder auch Artikel zu Situation in Universitäten und Gesellschaft zu veröffentlichen. Wie steht es beispielsweise um die Entwicklung des so genannten Bologna-Prozesses? Wo haben Korporationen erfolgreiche und geistreiche Keilaktivitäten vorzuweisen? Wo bläst den Verbindungen besonders der Wind ins Gesicht, wo sind sie besonders etabliert - und warum? Wie wirkt sich die Einführung von Studiengebühren auf das Aktivenleben aus? Die Redaktion "Aktuelles" freut sich über Zuschriften und ist erreichbar unter r.franz(at)ga-bonn.de  

15.03.2009

Waffenstudentische Neuerscheinung bei akadpress

Im Nachtrag der soeben zu Ende gehenden Leipziger Buchmesse sei auf eine besondere waffenstudentische Neuerscheinung im dichten Bücherdschungel verwiesen:

Im akadpress-Verlag erscheint dieser Tage das Buch „Student sein, wenn die Hiebe fallen... Mensur und Strafrecht“. Es handelt sich um die Salzburger juristische Dissertation von Vbr. Andreas Hochwimmer (Akademische Landsmannschaft der Salzburger zu Salzburg). Beide Gutachter bewerteten sie mit der Note „sehr gut“; sie führte zur Promotion mit dem Prädikat „summa cum laude“.

Zu beziehen ist das Werk über www.akadpress.de/studentika (ISBN-Nr.: 978-3-939413-04-2).

Das Werk behandelt zwar vor allem die studentische Schlägermensur im Lichte des österreichischen Strafrechts, das zumindest hier dem deutschen weitgehend entspricht. Es informiert den Leser aber auch über die Geschichte der Mensur und deren Bedeutung in der Rechtsgeschichte, erläutert die Unterschiede zwischen Duell und Mensur, macht ihn mit dem Ablauf einer Mensur vertraut und schildert die in ihrem Verlauf möglichen Verletzungen und Unfälle. Ein Glossar interpretiert die korporations-, insbesondere waffenstudentischen termini technici und ein kirchenrechtlicher Exkurs bereichern diese Arbeit. Der Verfasser setzt sich auch eingehend mit dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 29.1.1953 (Fall von Studnitz) und dem anschließenden Meinungsstreit zwischen Eberhard Schmidt und Hartung ausein-ander. Ausgangspunkt für Hochwimmers juristische Ausführungen bildet, dass nach neuerer Lehre Sportverletzungen schon tatbestandsmäßig keine strafbaren Körperletzungen darstellen. Er vertritt in diesem Zusammenhang die Auffassung, dass eine Sportverletzung bereits objektiv den strafrechtlichen Tatbestand einer Körperverlet-zung ausschließe, weil sie sozialadäquat sei. Dies gilt nach seiner Meinung auch dann, wenn im Verlauf der Verletzungshandlung Sportregeln übertreten worden seien, indessen nicht bei Verstößen, die als Exzesse zu werten sind.

Dazu untersucht der Verfasser, eingehend und auf sportwissenschaftlichem Niveau, was unter „Sport“ zu verstehen ist. Im Anschluss daran legt er überzeugend dar, dass die studentische Schlägermensur als Kampfsport anzusehen ist. Zumindest aber sei  entsprechende Anwendung des Rechtsinstituts bzw. der Rechtsfigur der Sozialadäquanz geboten. Nach Hochwimmers Ansicht ist daher nunmehr nur noch subsidiär zu prüfen, ob die Körperverletzung wegen Einwilligung des Gegners nicht rechtswidrig ist, was  noch im Mittelpunkt der erwähnten BGH-Entscheidung stand.  Er bejaht dies nach kritischer Untersuchung, weil die Einwilligung eines Paukanten, im Verlauf einer Mensur auch verletzt zu werden, nicht den guten Sitten widerspreche, worauf das österreichische und das deutsche Strafgesetzbuch in diesem Zusammenhang abstellen.

Hochwimmer fügt an, dass vor allem angesichts der durch das BGH-Urteil vom 29.1.1953  geschaffenen rechtlichen Situation ein  trotzdem verfolgter Mensurfechter sich auf entschuldbaren Verbotsirrtum berufen und zu seiner Verteidigung anführen könnte, er habe im Hinblick auf dieses Urteil darauf vertraut, dass eine studentische Schlägermensur erlaubt sei.

Das vorgestellte Buch behandelt die studentische Schlägermensur nicht nur in rechtlicher Beziehung, sondern auch im Übrigen umfassend. Hierzu haben sicherlich die waffenstudentischen Erfahrungen des Verfassers beigetragen. Es ist in einem flüssigen, anschaulichen und auch sonst leicht lesbaren Stil verfasst. Die in Betracht kommenden österreichischen Gesetzestexte sind als Fußnoten aufgeführt.  Es kann erwartet werden, die Neuerscheinung bald das Standardwerk über die studentische Schlägermensur sein wird. (Besprechung von Vbr. Herbert Haischmann)